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TRANSLATION



von 'portraits from the edge of berlin' (march 2000)



geschichte:

Anfang 1999 erreichte ich mein 35. Lebensjahr, erklärte mich für „halb-tot“, und tappte aus dem weltfremden Königreich der Phantasie hinaus, um mich durch die Malerei dem individuellen und dem universalen Problem der Realität zu widmen.Als ich nach einem wirklich relevanten Thema suchte, fing ich an, die Verzierungen von den essentiellen Komponenten zu trennen.Bei dem dekorativen Stil zu bleiben war eine Methode, den Beobachter in einem Versuch/Anschlag zu verwirren und ihn dadurch zu fesseln, damit er den scheinbar einfachen Mechanismus der Bilder näher untersucht.

Ergebnisse am Ende 1999: technisch erfolgreiche, obwohl übermäßig anstrengende Fragmente der Unbestimmbaren/Flüchtigen Lösung.


absichten:

Jene Fragmente oder Pieces of the Puzzle müssen jetzt organisiert und zusammengesetzt werden.

Nur die Elemente verwendend nehme ich (augenblicklich) das Reale und Feste in Rücksicht (der Stuhl des Van Gogh, die Wände eines Raums, die Welt der Natur, ein Atompilz), der Raum muß erst konstruiert werden, in dem dann andere Schlüsselelemente geordnet werden können, wie sie sich ergeben. Bauklötze für Kinder, mit Symbolen in Grundfarben bedruckt: das ist ein klares Modell.

Das Haupthindernis des Experiments ist der (mein eigener) übertriebene Zynismus. Die allgemein angenommene Einstellung: „es wird immer Krieg geben“ ist eine ebenso destruktive wie übertriebene Toleranz, was dasselbe bedeutet.

Wenn man ein Stück Kunst von dem Standpunkt aus präsentiert, daß die Menschheit (nur) NACHLÄSSIG und/oder BÖSE und/oder VERDAMMT (Collaborational Damage - oben) ist, ermuntert man den Beobachter dazu, seiner Natur zu folgen und so zu tun, als ob bemerkte er nichts, und dadurch den Kanal der Diskussion abzuschließen, bevor er überhaupt geöffnet gewesen wäre.

Nach einem halben Leben, das ich mit Erzeugung von solchen Werken verbrachte, die viel zu oft das Unheimliche der anderen in Betracht zog (absichtlich oder unabsichtlich - auf jeden Fall waren diese Werke immer allzusehr und stur beherrscht von ihrem Erzeuger), möchte ich aus dem 'Dark Woods' endlich auftauchen und irgendwo, was nach einer Lichtung aussieht, ankommen.

Wenn ich einen befriedigenden „Raum“ habe, in dem ich arbeiten kann (der auf dem Leinwand ist so einer) - wenn der Raum innerhalb der Rahmen REAL genug ist und in die GEGENWART gehört - dann kann ich es in Figuren bringen: neue Porträts von Freunden und Bekannten, die in Berlin leben, einige von denen erschienen als Figuren des reinen Phantasie-Wandbildes (Kreuzberg) vom 1998.


OUT