"Licht am Ende des Tunnels"
Vor Ort (Jan/Feb 2010)

Erbbauvertrag für "Peter Edel" fast unterschriftsreif / Von Albrecht Molle

Seit nun schon zwei Jahren verhandeln das Bezirksamt Pankow und die private Berliner Schule für Schauspiel sowie deren Partner, die Gesellschaft für Stadtentwicklung GmbH, über einen Erbbaurechtsvertrag zur Übernahme des ehemaligen, im Dezember 2007 vom Bezirk aufgegebenen kommunalen Kulturhauses »Peter Edel« als künftige Ausbildungs- und Spielstätte. Nun zeichnet sich endlich ein erfolgreiches Ende des äußerst zähflüssigen Gesprächsmarathons ab. »Bei der Fortsetzung der Verhandlungen, die längere Zeit unterbrochen waren, haben wir uns am 16. Dezember bis auf einen Punkt über den Vertragsinhalt einigen können», bestätigte jetzt die für bezirkliche Immobilienangelegenheiten zuständige Stadträtin Christine Keil auf Anfrage von »Vor Ort«. Nachdem das Bezirksamt bereits im vorigen Jahr dem Wunsch des Verhandlungspartners nachgekommen war, das Erbbaugrundstück durch die Herausnahme der mehrere hundert Quadratmeter großen KfZParkfläche hinter dem Gebäude zu verkleinern, womit der Pachtzins entsprechend abgesenkt wird, geht es jetzt nur noch um die Höhe des Kaufpreises für das stark sanierungsbedürftige Gebäude an der Berliner Allee. Der Bezirk hatte ihn auf 700.000 EUR veranschlagt, was die Gegenseite, die für die Sanierungs- und Umbaukosten aufkommen muss, für zu hoch hält. Deshalb hat sie jetzt ein eigenes Verkehrswertgutachten vorgelegt, das einen niedrigeren Preis ergibt. »Das ist quasi die letzte Hürde, die es zu nehmen gilt«, sagt Christine Keil. Sie will dem Bezirksamt nun umgehend einen Kompromissvorschlag unterbreiten. Findet er Zustimmung, stünde der Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Wege. Ob es trotz des erheblichen Zeitverlusts gelingen wird, das Gebäude, das 1886 als Restaurant direkt neben der Brauerei Sternecker errichtet worden war, wie geplant im Frühjahr 2011 mit einem Theaterfestival als »Schauspielhaus Die Möwe« zu eröffnen, bleibt abzuwarten. Die CDU-Fraktion in der BVV fordert jetzt erneut, die Gespräche sofort zu beenden und das Gelände dem Liegenschaftsfonds zu übergeben.



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