P A R A D O X   B E R L I N
MANIFESTO / ARTISTS / MARKET / PRESS / FILM / PHOTOGRAPHS 2004-2010 / BLOG / CONTACT
QUICK HISTORY OF WALLYWOODS AT KULTURHAUS WEISSENSEE 2007-2009 / FACEBOOK / P.P.P

AUFRUF AN JOURNALISTEN.. wird März 2010 unser letzter Monat im Kulturhaus Weissensee sein..? Was wird aus dem denkmalgeschützten Gebäude wenn wir die Schlüssel abgeben? AUFRUF AN JOURNALISTEN.. Kontakt: Paul Woods / wallywoods@gmx.net / 0151 2595 7873.. APPEAL FOR JOURNALISTS... will March 2010 be our last month in Weissensee's Culture Center? What will become of the historic 'protected' building if and when we return the keys..? APPEAL FOR JOURNALISTS... contact: Paul Woods / wallywoods@gmx.net / 0151 2595 7873..


"Wallywoods in Weissensee" & "Kultur in Berlin" von der große britische Sozialforscher Spike Milligan
(zusammen zu versetzten Zeiten spielen / Play together at staggered times)


Eine einfache Frage: Soll Weissensees Kulturhaus leer und ungenutzt bleiben während der Wochen, Monate, ODER SOGAR JAHRE, die es dauert, bis die streitenden Parteien endlich zu einer neuen Vereinbarung gekommen sind?

A simple question: Should the Culture Center in Berlin's borough of Weissensee remain empty and unused during the weeks, months, OR EVEN YEARS it is taking until the quarrelling parties finally come to an agreement?

"Gegenüber (Megaspree) und dem Bezirksamt haben wir immer wieder klar gestellt, dass wir einer Zwischennutzung des KH Weißensee nicht nur nicht im Wege stehen möchten sondern diese auch im Interesse der Substanzerhaltung des Hauses für notwendig erachten (..) Dennoch findet die Zwischennutzung durch Herrn Woods unsere inhaltliche Unterstützung und wir möchten ihn bestärken, seine Haltung nicht aufzugeben."
Lars Liepe (berliner schule für schauspiel) 07.01.10


"Die CDU-Fraktion in der BVV fordert jetzt erneut, die Gespräche sofort zu beenden und das Gelände dem Liegenschaftsfonds zu übergeben."
Vor Ort (Jan/Feb 2010)

"Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Keil,
mein Mandant hat mich darüber informiert, dass er Ihrem Räumungsverlangen nicht entsprochen hat. Ich wende mich an Sie zur Vermeidung eines Rechtsstreits und möchte die möglichen Optionen darstellen. Ich gehe davon aus, dass Sie die Erhebung einer Räumungsklage beschlossen haben. Mein Mandant ist bereit, sich zu verteidigen. Der Rechtsweg ist lang und teuer. Mein Mandant möchte der weiteren Entwicklung des Kulturhauses Weißensee nicht im Wege stehen, sondern diese - wie durch die kulturellen Aktivitäten in der Vergangenheit - vielmehr befördern (..) Zur Absicherung Ihrer Rechtsposition biete ich die Abgabe eines notariellen Schuldanerkenntnisses an, in dem sich mein Mandant verpflichtet, das Objekt zu räumen und geräumt herauszugeben. Diese Verpflichtung wird mein Mandant zu Gunsten der berliner schule für schauspiel eingehen.."
M.M. (Rechtsanwalt) 06.01.10

"Falls zwei Jahre ganz normal sind, nehme ich an, drei oder vier Jahren sind auch nicht ungewöhnlich."
Woods, 06.01.10

"Wann die Verhandlungen abgeschlossen sein werden, kann bislang noch keiner sagen. Erbbaurechtsverhandlungen sind ein langwieriger Vorgang. Zwei Jahre sind da ganz normal."
Frau Keil (Berliner Woche) 06.01.10

"..Auf meine Anmerkung hin, dass Frau Keil meinte, sie könne bei Abschluss einen Erbbaurechtsvertrages nur ein geräumtes Haus übergeben, meinte Herr Liepe, dass dies seines Erachtens nicht nötig sei."
P.M.R. (Megaspree) 04.01.10

"Hallo M.,
As I suspected, they simply try to ignore anything they don't like and then use their great powers to squash it away (me). They really want us out - they will never forgive me for that super little Demo on 1 December! In other words, we are up against the whole local government (how exciting)..."
Woods, 30.12.09

"Sehr geehrter (Herr Rechtsanwalt),
ich nehme Bezug auf Ihre Email und Ihr Schreiben vom 28.12.2009 und teile Ihnen im Auftrag der Bezirksstadträtin Frau Keil mit, dass keine weiteren Gespräche in der Angelegenheit geführt werden. Das Bezirksamt Pankow von Berlin, Immobilienverwaltung, erwartet die Übergabe der von Herrn Woods genutzten Räumlichkeiten am 04.01.2010 um 10 Uhr."
Frau Benkenstein (Bezirksamt Pankow von Berlin) 30.12.09

"Die Sache wird jetzt natürlich soweit sie es nicht schon vorher zunehmend geworden ist politisch. Einen Kulturstandort mit einer doch nicht zu leugnenden historischen Kontinuität erhalten zu wollen ist aber doch nicht gänzlich verwerflich (..) Die Frage ist ja nach wie vor: Was ist da eigentlich wirklich in der Entwicklung? Wie sehr muß befürchtet werden, daß der Kulturstandort ungeachtet der offensichtlichen Bemühungen, in Gestalt der Schauspielschule den Kulturbetrieb dort zu erhalten, letztlich abgewickelt wird und die Immobile zur allgemeinen Vermarktung bereitstehen wird? Ich weiß auch nicht mehr als das was man gelegentlich in irgendwelchen Wochenblättern lesen kann.."
U.B., 29.12.09

"Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Keil,
ich wurde von Herrn Woods beauftragt, ihm rechtlich zur Seite zu stehen. Vollmacht anbei. Im Hinblick auf Ihr Räumungsverlangen habe ich den Sachverhalt und die Rechtslage mit meinem Mandanten erörtert und möchte Ihnen gerne im Rahmen eines Gesprächs meine Auffassung darlegen. Ich sehe derzeit verschiedene Optionen für die weitere Vorgehensweise und habe einen konstruktiven und kostengünstigen Vorschlag entwickelt, der für alle Beteiligten die größtmögliche Rechtssicherheit bieten würde. Um diesen Vorschlag im Detail auszuarbeiten benötige ich weitere Informationen, die ich gerne im Rahmen eines Gesprächs nach der Vorstellung meiner Idee in Erfahrung bringen möchte. Ich stehe Ihnen für Terminvereinbarungen auch in der laufenden Woche kurzfristig zur Verfügung und verbleibe.."
M.M. (Rechtsanwalt) 28.12.09

"..Meinst Du also es macht Sinn, einen Gesprächstermin zu vereinbaren und über die konfliktträchtige Zukunft mit Frau Keil zu sprechen oder lässt die sich gar nicht mehr erreichen?"
M.M., 27.01.10

"Eine Chance hat das ganze wahrscheinlich nur wenn man auf die Zustimmung des Bezirksamt zur Nutzung verzichtet, das läuft dann aber auf ein nicht vertraglich abgesichertes Verhältnis hinaus, oder anders eine Duldung.."
E., 23.12.09

"..Warum sich niemand meldet, ist Spekulation (Hat die GSE doch Angst vor Zwischennutzern?). Komisch finde ich allerdings die Aussage von Frau Keil: "Unser Verhandlungspartner zum Erbbaurechtsvertrag geht von der Übergabe eines vertragsfreien Grundstücks aus" (..) Frau Keil hat in der BVV versucht, Verständnis und Anerkennung für Ihr Tun zu erhaschen, was ihr offenbar halbwegs geglückt ist und damit Ihre bisherige Linie bekräftigt. Die GSE hat m.E. auch ihr Päckchen daran zu tragen. Hält sich von Anfang an bedeckt und hat sich nicht minder geschickt gewehrt, in direkte Kommunikation zu treten. Das ist schade, unverständlich und unnütz."
P.R., 23.01.10

"Sehr geehrter Herr Knight,
ich habe Ihre e-mail zur Kenntnis genommen. Da ich weiß, dass Sie eine ausführliche Antwort von Herrn Zarbock genau zu Ihren Fragen erhalten haben, verzichte ich auf Wiederholungen. Das Bezirksamt ist sehr intensiv bemüht, die Verhandlungen für eine kulturelle Nutzung/Schauspielschule zu Ende zu führen. Es gibt keinen Termin bzw. keine Frist zur Abgabe an den Liegenschaftsfonds. Zu einzelvertraglichen Angelegenheiten kann und werde ich mich nicht äußern. Mit freundlichen Grüßen,"
Frau Keil (Bezirksstadträtin) 22.12.09

"Sehr geehrte Frau Keil,
ich schreibe gerade einen Artikel für die englischsprachige Netzzeitung The Local (www.thelocal.de) über dem Kulturhaus Peter Edel und Galerie Wallywoods, und ich wollte Ihnen kurz fragen, ob sie Zeit für ein kurzes Telefoninterview zum Thema haben. Es würde nicht länger als 10 Minuten dauern. Ich würde gerne fragen, was der aktuelle Stand der Situation ist, und was mit dem Gebäude geplant ist. Im Moment hängt noch ein Plakat an dem Gebäude, dass eine Schauspielschule da ein Theater bauen wird, aber es sieht nicht so aus, als ob das bald passieren wird. Ich habe gehört, dass das Gebäude eventuell an der Liegenschaftsfond übergeben wird. Wäre das nicht sehr schade? Ich habe auch mit Paul Woods gesprochen. Er hat eine große Leidenschaft für dieses Gebäude, und will nicht, dass es einfach verfällt - was er berfürchtet, wenn er ausziehen müsste. Er meint, dass die Anwesenheit von Wallywoods für die Gemeinde viel gebracht hat, und dass viel Kunst und Kreativität in den letzten 2 Jahren da befördert wurde, und er würde gerne sehen, dass das Gebäude noch für Kultur benutzt wird. Was halten Sie von Wallywoods, und wie sehen die Chancen aus, dass das Haus nicht an dem Liegenschaftsfond übergeben wird? Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie kurz Zeit für ein Telefongespräch hätten. Mit freundlichen Grüßen,"
B.Knight (The Local) 21.12.09

(regarding translations) "..hope you've found somebody else to help you!!! Don't really get why you're 99% on your own - if everybody in Weißensee can come over to party with you when Wallywoods was still alive, why can't they get their asses up to also support you in difficult times???"
N.Raabe, 20.12.09

"So far unclear in the German text is the important difference between what is (tragically) no longer possible, i.e. our wish to access the whole building to put on a December programm etc., and what I now propose; the rental of the Wallywoods rooms ONLY - until start of renovation or on a MONTHLY basis like before. They themselves (the local borough) have proven my point that our rooms can be heated separately(!) That's what we are doing now, successfully and at our costs; same with water. So all these 'enormous' winter costs NO LONGER EXIST. We don't need standard toilet fascilities because it's then a WORKSHOP for Cecile and I only, with no public events. I only ask that electricity stay on as long as possible, but must also suggest we can later install an independent genarator if necessary. Very important: from the beginning (they) have treated my contract in the ex-gastronomy rooms beneath the culture center as a SEPARATE OBJECT, i.e., independent from the Kulturhaus. (We even have a different street number, Berliner Allee 127, whereas the Kulturhaus is 125). And: Keil must see that she can be a pioneer with a brave (and so simple!) decision to allow us to stay. The whole neighbourhood wants us to stay. Otherwise she is endlessly BLOCKING YOUNG ENTERPRISE - especially when people consider that I am offering UP TO 2000 EUROS per month. This letter must be a BUSINESS PROPOSITION which throws money (again) and damn good reasons at her, for which she must be utterly neglegent not even to consider.."
Woods (referring to a letter never sent due to translation hold-ups) 19.12.09

"..Der Worst Case ist das das Haus an den Liegenschaftsfonds geht. Im Moment gibt es dafür scheinbar keine Mehrheiten, die Fraktion der CDU Fraktion versucht wohl hin und wieder einen solchen Beschluss zu forcieren. Wird das angekündigt auch wieder tun, hat dafür aber nicht genug Mehrheiten (schätze ich). (..) Wenn es absehbar nicht zu einem Erbbaurechtsvertrag kommt, wird die Übergabe an den Liegenschaftsfonds der wahrscheinliche Fall werden und die aktiven Gruppen/KulturaktivistInnen im Bezirk sollten bis dahin soweit sein zu sagen 'Our House'.."
E., 16.12.09

"Sehr geehrter Herr Knight,
für ein Interview stehe ich Ihnen – wegen der rechtlichen Rahmenbedingungen – nicht zur Verfügung, möchte Ihnen aber kurz meine Einschätzung beschreiben. Der Bezirk Pankow hat wegen der jahrelangen Einsparrunden, die besonders den Kulturbereich trafen, die Mitarbeiter/Stellen verloren, die nötig gewesen wären, um das Kulturhaus Peter Edel als einen bezirklichen Kulturstandort zu betreiben. Damit dieser Standort aber nicht zur Vermarktung an den Liegenschaftsfonds des Landes Berlin abgegeben werden muss, hat sich die BVV Pankow und das Bezirksamt bereits in der letzten Legislaturperiode dafür entschieden, einen privaten Nutzer zu suchen, der dort aber nur Kultur/ Bildung betreiben darf. Ein Erbbaurechtsvertrag ist in Verhandlungen. Das Gebäude (und das Land) sind nicht mehr im Bereich „Kultur“ veranschlagt, sondern bei dem Teil des Amtes, der für Immobilien und die Erbbaurechtsverhandlungen zuständig ist. Gegen politischen Widerstand (der CDU und der FDP, wenn ich mich richtig erinnere) wurde bereits vom damals noch zuständigen Kulturstadtrat eine kulturelle Zwischennutzung angestrebt, die u.a. verhindern sollte, dass das Gebäude Ziel von Beschädigungen wird. Auch die Anbringung des Plakates ist so zu verstehen. Im Ergebnis hat u.a. ein Bildender Künstler für die Nutzung von Räumen einen befristeten Vertrag abgeschlossen. Der derzeit aktuelle Streit ist einzig der zwischen einem Vermieter und einem Mieter, eine privatrechtliche Angelegenheit, und bedeutet nicht, dass die kulturelle Nutzung für die Zukunft in Frage steht. Eine Beurteilung darüber, was die Aktivität des Künstlers im ehemaligen Kulturhaus gebracht hat, steht mir nicht zu. In der anderen Richtung sollte – das gebietet die Fairness und die Ehrlichkeit – aber auch nicht bewusst in der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt werden, die Verwaltung oder die Politik hätte kein Interesse an der Zukunft des Gebäudes."
Matthias Zarbock (Kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion Pankow) 16.12.09

"Sehr geehrter Herr Zarbock,
..Ich würde gerne fragen, was der aktuelle Stand der Situation ist, und was mit dem Gebäude geplant ist. Im Moment hängt noch ein Plakat an dem Gebäude, dass eine Schauspielschule da ein Theater bauen wird, aber es sieht nicht so aus, als ob das bald passieren wird.."
B.Knight (The Local) 14.12.09

"..Frau Keil hat die Gelegenheit genutzt und sich einigermaßen Rückendeckung in der BVV verschafft. Mathias Kraatz von den Grünen hatte mich danach angerufen und berichtet, dass Frau Keil mehr oder weniger nachvollziehbar darstellen konnte, dass Sie nicht unbedingt verantwortlich für den Zeitverzug gemacht werden kann, sondern die zögernde Haltung usw. der GSE eine beachtliche Rolle spielt.."
P.M.R. (Megaspree) 14.12.09

"Ich kann es nicht begreifen, dass Berliner Journalisten sich, bedauerlicherweise, nicht für den sinnlosen und zeitlich nicht klar begrenzten Leerstand des Kulturhauses Weissensee interessieren. Offensichtlich sind das diejenigen, die die Argumente irgendwelcher Beamten schnell und ohne zu überlegen für bare Münze nehmen, ohne die wichtigen Tatsachen weiter zu hinterfragen."
Woods, 12.11.09

"PAUL
A BIT IF TROUBLE PADDLING THROUGH THE GERMAN BUT IT'S CLEAR TIMES ARE HARD FOR YOU. HANG IN THERE. WHATEVER THE OUTCOME THAT EXTRAORDINARY PASSION OF YOURS WILL SURVIVE AND TAKE YOU ON TO A DELICIOUS FUTURE. LOTS OF LOVE FROM HORSE AND ZORRO."
Horse & Zorro (Australian outback) 10.12.09

"Don't give up!"
The Hunters (UK/Israel/Berlin) 10.12.09

"Ich war vorhin bei der BVV-Sitzung. Gegen 21:30 Uhr war die große Anfrage zu Thema "Peter Edel". Frau Keil hat auf die Fragen von Mathias Kraatz nur zum Teil geantwortet. Soviel ich mitbekommen habe:
1. Genaue Zeitangabe, wann der Erbbauvertrag unterzeichnet wird, ist nicht bekannt. Das liegt an der Theaterschule, die durch fehlende Finanzen die Vorgaben/Absprachen zum Kauf nicht erfüllen kann und über einen Gesellschafter das Haus mieten möchte.
2. Das Bezirksamt will innerhalb der Verhandlungen keinen Zwischennutzer, der zusätzlich "Arbeit" (verhandlungen usw.) bedeutet.
3. Das Bezirksamt hat kein Geld. Die Betriebskosten für ein Jahr liegen bei ca. 60.000 Euro.
4. So lange das Haus in der Hand des Bezirksamtes ist, sind die für alle Kosten zuständig. Letztes Jahr allein Instandhaltungskosten ca. 10.000 Euro.
5. Es kann möglich sein, dass ab 16.12. das Objekt an den Liegenschaftsfond geht, d.h. dass es zum Verkauf frei gegeben wird.
War schade, dass niemand vom "Wallywoods" vom Rederecht heute Gebrauch gemacht hat, um zu mehr Klarheit-Wahrheit zu kommen."
H.H., 10.12.09

"Paul!!!
You must be friggin busy and frustrated these days! I and the entire 'I WISH I KNEW' crew hope that you will be able to hold on to the Kulturhaus. Wallywoods cannot be missed in Berlin. I have read a lot of the mails/text pieces - I cannot add anymore than wishing you THE BEST OF LUCK and a very good demonstration today! (Hope it helps!) All the best and keep yourself on track."
Erwin (I WISH I KNEW, Holland) 09.12.09

"Sehr geehrter (Megaspree)
Vielen Dank für die Information. Die Anfrage ist jedoch leider ziemlich schlecht gestellt. Ich hätte das Bezirksamt gefragt, wie viele zusätzliche Kosten die bisher nicht erfolgte Übergabe an die Schauspielschule dem Bezirkshaushalt verursacht haben, welche Haushaltstitel davon betroffen sind, welche Kosten für den Haushalt 2009 und 2010 dafür eingestellt sind etc. Weiterhin hätte ich gefragt, mit welchen Schäden das Bezirksamt rechnet, wenn das Haus bis März 2010 geschlossen bleibt und ob eine mögliche Verschlechterung des Hauszustandes die Erbbaurechtverhandlungen weiter erschweren würden. Aber vielleicht kann das ja mündlich nachgelegt werden, bloß von wem? Die Antwort des BA auf die Große Anfrage wird ja spätestens nächste Woche im Netz stehen. Ansonsten gibt es wohl demnächst wieder einen Termin zwischen GSE und Bezirksamt. Das Thema Zwischennutzung wird dabei sicherlich nur eine untergeordnete Rolle spielen."
L.L. (berliner schule für schauspiel) 09.12.09

"Sehr geehrte Frau Tippach-Schneider, sehr geehrter Herr Liepe,
Ich möchte Sie noch darüber in Kenntnis setzen, dass heute (Mi.) Abend von der Grünen-Fraktion eine Große Anfrage zum Thema Peter Edel in die BVV eingebracht wird. Der Termin ist also auch für Sie von Interesse. Ich selbst bin leider verhindert, lasse mich aber über die Ergebnisse informieren. Insgesamt scheint Frau Keil weiterhin eine harte Linie zu fahren, zumindest was die Möglichkeit einer Zwischennutzung betrifft. Sie hat jetzt mit einer Räumungsklage für die Wallywoods-Räume gedroht (was leider ihr Recht ist). Es schwinden also mit jedem Tag die Chancen auf eine Einigung mit dem Bezirksamt. Falls Paul Woods dennoch „dran“ bleiben sollte und sich bei den Verkaufsverhandlungen möglicherweise doch noch eine baldige Lösung ergibt, könnten wir eine mögliche Zwischennutzung dann auch nochmal zusammen mit der GSE erörtern, die sich wiederum verständlicherweise in den letzten Wochen zurück gehalten hat mit Äußerungen, die Auswirkungen auf den Prozess haben könnten. Ich habe Herrn Ruhnke diesbezüglich auch schon angeschrieben.."
P.M.R. (Megaspree) 09.12.09

"Ich habe unseren Anwalt bzgl. der Klageandrohung gefragt. Er meint, dass sich solche Klagen in der Regel über mehrere Monate, manchmal sogar ein halbes bis ganzes Jahr hinziehen können (..) Der Vorteil der Räumungsklage ist: Solange es kein Gerichtsurteil gibt, kannst Du auch nicht rausgeschmissen werden. Du darst nur offiziell keine Veranstaltung durchführen und z.B. Getränke ausschenken. Das könnte dann von der Polizei verhindert werden. Nur rausschmeißen dürfen sie Dich nicht. Wenn dann die Verkaufsverhandlungen vielleicht z.B. "schon" im März abgeschlossen sind, ist das Bezirksamt raus und damit auch die Räumung vom Tisch. Das müsste dann der neue Eigentümer veranlassen. Allerdings können wir uns ja mit der GSE einigen, denke ich (..) Es bleibt trotzdem übrig, dass die bis dahin angefallenen Gerichtskosten usw. von irgendjemandem bezahlt werden müssen und man könnte sich mit dem Bezirksamt auf einen "Vergleich" einigen und so den Wert noch mindern (..) Allerdings glaube ich nicht, dass sich Frau Keil darauf einlassen wird (..) Du musst Dich bis zum (..) entscheiden ob Du das Risiko eingehst. Du kannst auch die Klage noch abwarten und erst später "räumen", dann entsteht auch ein geringerer Wert. Aber es sieht so aus, als ob ab (..) auf jeden Fall einige Kosten entstehen. Kannst Du die auftreiben?"
R.P., 09.12.09

"Liebe Frau Remlinger, Liebe Frau Wagner, liebe Grünen-Fraktion,
kurz vor der BVV nun noch eine bittere Nachricht. Paul Woods erreichte jetzt die Androhung einer Räumungsklage zum Ende der Woche. Leider ist das auch das Recht von Frau Keil, da es keinen aktuell gültigen Mietvertrag mehr gibt und sie bislang keiner erneuten Verlängerung zugestimmt hat (damit das Haus "winterfest gemacht" werden kann). Es scheint sich also eine ernüchternde Niederlage für einen kulturell Engagierten Menschen im Bezirk anzubahnen, der sich in den vergangenen Monaten und Jahren stark für die Kultur im Bezirk engagiert hat. Ob die Verkaufsverhandlungen vielleicht doch zügig abgeschlossen werden und dann bzgl. einer begrenzten Zwischennutzung mit der GSE/schauspielschule gesprochen werden kann, ist durch das momentane in-der-Luft-hängen nur spekulativer Natur. Ich wollte Sie darüber in Kenntnis setzen. Sehen sie vielleicht doch noch eine Möglichkeit, die Räumung zu verschieben oder zu verhindern?"
P.M.R. (Megaspree) 09.12.09

"Hallo Paul du tapferer Kämpfer,
Wie geht es dir? Ich habe morgen sehr viel zu tun, ich würde dir aber gerne beim Texte Übersetzung helfen. Wann bist du da.."
Rolf, 09.12.09

"I hope you'll find somebody who can fix your computer!!!"
Iris, 08.12.09

"Hallo Megaspree,
Hab Mail heute gekriegt von Keil (sehe Anhang). Sonnst, ist meine Komputer heute (wieder) gestorben. Kann nicht meine Einladungen etc für's Demo rausschicken. Kann kaum Leute kontaktieren. (Muss jetzt zuruck ins Galerie.)
Woods, 08.12.09

"Hi Paul,
I'm sorry to inform you that there was a rather inconvenient letter from Frau Keil in (our) mailbox today. It says that she gives you a second chance to return the keys on December 11th at 11am, and that if you don't "obey" she will initiate action for possession. Furthermore, she says she will keep the amount of 450 euros (December rent) as compensation. I hope you'll find a solution to deal with Frau Keil. I keep my fingers crossed!"
Iris, 08.12.09

"Sehr geehrter Herr Woods,
den laut Vorabnahmeprotokoll vom 03.11.2009 aus Kulanz neu vereinbarten Übergabetermin für die von Ihnen genutzten Räumlichkeiten in der Berliner Allee 123 / 125 am 01.12.2009 um 10.00 Uhr haben Sie nicht eingehalten. Demzufolge nutzen Sie die Räume nunmehr ohne rechtliche Grundlage. Einer weiteren Nutzung stimme ich ausdrücklich nicht zu. Ich gebe Ihnen einen letzten Übergabetermin am 11.12.2009 um 11.00 Uhr. Sollten Sie mir das Objekt erneut nicht übergeben, so werde ich die Erhebung einer Räumungsklage veranlassen. Den von Ihnen überwiesenen Betrag für den Monat Dezember 2009 in höhe von 450,00€ werde ich, sobald er auf unserem Konto eingeht, als Nutzungsentschädigung einbehalten."
Frau Keil (Bezirksstadträtin) 08.12.09* (*Although the letter was dated 03.12.09 we received it on Tuesday 08.12.09. The German postal system is incredibly reliable and I must assume it was actually sent on Monday 08.12.09. (P.W.))

"Hallo Megaspree,
Demo angemeldet. "Strike while the iron is hot!" Mittwoch 9 Dez: 16:00 Start von Peter Edel nach Besirksamt Pankow, Fröbelstraße 17, 10405 Berlin. Dieses mal, bitte hilft uns 80 Menschen zuzammen zu kriegen - viel wie möglich dafon soll uns vor das Kulturhaus treffen. Danke danke!!"
Woods, 07.12.09

"Sehr geehrter Herr Ruhnke (GSE),
da es leider nicht möglich war, Sie telefonisch zu erreichen, schreibe ich Ihnen jetzt diese Email (..) Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, ein paar Worte mit einer bewegten Frau Keil zu wechseln (..) Worauf sie nicht antworteten wollte, ist die Frage, WARUM keine weiteren Gespräche zu einer Zwischennutzung geführt werden „können“, wenn sie das Ziel hätten, dass das Bezirksamt kostenneutral bei der Sache wegkommt und trotzdem eine Nutzung gesichert werden kann. Wenn ich Frau Keil richtig verstanden habe, führte sie in anderen Zusammenhängen bisher folgende Begründungen auf:
1. Die Kosten liegen sehr hoch (um die 4.000-6.000 EUR?)
2. Auch wenn es nur um die Nutzung der ehemal. Wallywoods-Räume geht, würden dem Bezirksamt enorme Kosten entstehen (Aber wie hoch sind die dann?)
3. Das Bezirksamt „kann“ nicht gleichzeitig zwei Verhandlungen führen, eine mit dem Ziel der Veräußerung und eine andere als (Zwischen-) Mietvertrag (Warum nicht?)
4. Ansprechpartner ist zurzeit NUR die GSE, bzw. SPI und nicht ein potenzieller (oder bisheriger) Zwischennutzer, da auch nicht gewährleistet sei, dass eine mögliche zukünftige Besitzerin einen bestehenden Mietvertrag übernehmen würde. (Warum bespricht man das nicht offen und gemeinsam?)
Ich möchte darauf hinweisen, dass das die von mir verstandenen Gründe sind. Wenn dem jedoch so sein sollte, ergeben sich (nicht nur) bei mir einige Ungereimtheiten. Das Bezirksamt könnte einem Mietvertrag zustimmen, der solange gültig ist, wie das Bezirksamt noch Eigentümerin ist. Sobald ein Termin für die Übergabe feststeht, wäre das Bezirksamt doch raus, oder nicht? Hier stellt sich natürlich die brennende nächste Frage: Wäre die GSE denn als potenzielle neue Eigentümerin grundsätzlich bereit, einen Zwischenmietvertrag zu „übernehmen“? Zielsetzung müsste hier natürlich u.a. sein, eine reibungslose Planungsphase und den Beginn der Umbauarbeiten zu gewährleisten. Das jedoch konnte NIE ernsthaft besprochen werden. Warum nicht? Eine Abstimmung müsste natürlich mit der berliner schule für schauspiel erfolgen, die wiederum schon vor Wochen Bereitschaft dazu signalisiert hat. Wie ist Ihre Haltung dazu? Und wurden Sie das auch schon vom Bezirksamt gefragt? (..) Es wäre jedenfalls schön, wenn wir uns zu diesem Thema noch einmal unterhalten könnten."
P.M.R. (Megaspree) 07.12.09

"Dear Paul,
Sounds a bit crazy, but it would be a strange and beautiful experience to see you with your own political party. At the moment I'm still just interested in your battle for the Kulturhaus, though this could be a good and interesting aside - you attempting to start a political party. So, keep me posted about the march and any developments at the Kulturhaus. This is what I would like to know about. Keep me posted and talk to you soon."
Rusty (ExBerliner) 07.12.09

"Lieber Paul,
es ist so unglaublich, aber genauso läuft "Politik". Das ist die Art von wegen: " wir können ja nicht anders und wir müssen leider so arbeiten, obgleich wir es gar nicht wollen" etc....Das alles beginnt und endet alles bei den Protagonisten, die sich auf nichts als ihre Gesetze und Zwänge berufen, die es nicht gibt, weil für jede halbwegs gute Idee die unabhängige Kultur und das allzumenschliche Bedürfnis nach Unterhaltung jenseits des Mainstreams beinhaltet, natürlich Enthusiasmus und persönlicher Mut von Nöten sind. Hör nicht auf! Lass dich nicht von den Feigen und Faulen unterkriegen! Diejenigen, die Dich da am ausgestreckten Arm verhungern lassen, ohne irgendwie den Versuch zu unternehmen, dass was Du getan hast zu würdigen oder auch nur verstehen zu wollen und das was Du tust bestmöglich zu unterstützen, sitzen warm und trocken. Was passiert wenn alle aufgeben und sich dem "wir können ja nicht anders" ergeben möchte ich nicht erleben. Halt Dich wacker."
René Schwettge, 07.12.09

"Sorry, I don't go to demos for safety reasons. I need to apply for a new visa soon and the police tend to do weird things to folks like me and I can't afford any kind of "illegal activity", since it's incredibly easy to blame me for anything, whether I'm guilty or not. Good luck!"
M., 06.12.09

"Hi Paul,
That's as far as I got. I'm not really sure what to do with the part in the middle, because there are far too many personal insults in that bit (I think). Do you want them in or not? The thing is, you have to decide: as you depend on them (like it or not) you need to know
a) you want them to help you, then be pragmatic, with clear arguments, but in a beaurocratic, impersonal style.
b) you think it won't help anyway, so these letters have no hope of success and they are just expressing pure emotion to appeal to the public. Ok, of course you can get personal and insulting (but not so far that you can be prosecuted legally..)
Decide which way you want to take and finish the letter in whichever style you think best. I wrote the beginning in hope of co-operation (version a) but you could still change it into the tone you think most appropriate (..) If you want you can send me your final translation and I'll look at it tomorrow. Good night!!!"
N.Raabe, 06.12.09

(Entworf, nie gesendet:) "Sehr geehrte Frau Brunner (Die Linke),
vielen Dank für Ihre promptes Antwortschreiben. Über eine persönliche Antwort von Frau Keil, als eigentlicher Adressatin des Briefes, würden wir uns dennoch sehr freuen (..) Ihre Begründung für die Ablehnung einer Zwischennutzung des Kulturhauses bleibt jedoch weder transparent noch plausibel. Sie behaupten, der Bezirk müsse bei einer Zwischennutzung "jede Menge" an Betriebskosten bezahlen. Sie nennen weder eine konkrete Summe, noch Belege für diese Summe, so dass der Eindruck bleibt, dass das finanzielle Argument der Schließung nur vorgeschobenen Charakter hat. Das Pojekt Wallywoods hat mehrfach erklärt, seine anfallenden Betriebskosten, in Form von Heizung, Wasserversorgung, Generatoren, Dixie-Toilettenbetrieb etc. völlig eigenständig decken zu können, so dass dem Bezirksamt eben KEINERLEI Kosten anfallen würden - dennoch wurde der Vorschlag ohne weitere Begründung wiederholt abgelehnt. Warum - wenn das finanzielle Argument insofern obsolet erscheint? Durch eine weitere Zwischennutzung der Räumlichkeiten des Peter-Edel-Kulturhauses wären nicht nur a) die anfallenden Betriebskosten gedeckt. Es würde b) die - wie von Ihnen selbst bemerkt, auf Ihrer politischen Partei-Agenda stehende - Aufrechterhaltung eines Mindestmaßes an kulturellem Lebens garantieren, in einem Bezirk, der ansonsten einer kulturellen Wüste gleicht (..) Und schließlich würde c) eine Zwischennutzung bis zur Übergabe an den neuen Nutzer den immanenten Zerfall und die bei unbeleuchteten, leerstehenden Gebäuden stets gegebene Gefahr des Vandalismus - und damit ebenso potenziell nachfolgende Kosten - weitestgehend vermieden. Den hier dargestellten dreifachen Vorteilen einer weiteren Zwischennutzung, von denen sowohl der Kulturstandort Weißensee und seine kulturell interessierten Bürger, wie auch der anschließende Nutzer des Gebäudes (der eine Zwischenutzung des Gebäudes ausdrücklich wünscht und unterstützt!) und das Bezirksamt durch die Vermeidung jetziger wie durch Zerfall und Vandalismus verursachter späterer Kosten, profitieren würde, stehen KEINERLEI Nachteile gegenüber. Insofern sind wir sehr an einer plausiblen Begründung interessiert, wie Frau Keil als Stellvertreterin Ihrer Partei es verantworten kann, durch puren Legalismus die Interessen Ihrer Wählerschaft, der Bürger Weißensees, des jetzigen sowie des zukünftigen Betreibers des Gebäudes zu ignorieren - und dies in einer Funktion als gewählte Vertreterin des Volkes, deren Partei die Rettung kultureller Einrichtungen auf ihrer Agenda vermerkt. Wir verbleiben in der Hoffnung auf eine persönliche und begründete Unterredung mit Frau Keil, die für die bisweilige und zudem unangekündigte Zerstörung der Infrastruktur (Zersägen von Heizungsrohren etc.) des Peter-Edel-Hauses die Verantwortung trägt! Hochachtungsvoll,"
Woods (message never sent due to translation hold-ups) 06.12.09

"Hi Paul,
heute habe ich mit einem freund telefoniert und dein projekt und die jetzigen sorgen erzählt. er hat mir empfohlen sich an den SPI zu wenden. das ist eine stiftung, die über dritte fördermittel für soziale, aber auch künstlerische projekte vermittelt. das büro von denen ist ganz bei mir in der nähe. wenn du zeit hast, können wir zusammen dorthin gehen und nach einem termin fragen. vielleicht geht auch sofort was. du müßtest auf jeden fall doku-material über deine arbeit von wallywoods mitbringen, sodaß die sehen, was du in den letzten jahren alles veranstaltet hast. dieser freund sagte eben auch, daß es für das kulturamt dann bindend ist, falls eine förderung oder andere unterstützung gewährleistet wird. er meint, allein hättest du wenig chancen, da die ämter definitiv keine kohle haben."
A.P., 06.12.09

"Hallo Paul,
wenn Du eine Demo anmeldest und die Leute vor der BVV-Sitzung dort eintreffen, was ja gut wäre, damit sie mithören können, solltest Du sie über: § 60 Ordnung im BVV - Saal
(1) Gäste und Zuhörer der BVV haben sich in der Regel im Zuhörerraum aufzuhalten, es sei denn, die Vorsteherin hat ihnen das Wort erteilt.
(2) Wer im Zuhörerraum Beifall oder Missbilligung äußert oder durch sein Verhalten die Tagung der BVV stört oder verhindert, ist von der Vorsteherin auf die geltende Raumordnung hinzuweisen und unverzüglich zur Einhaltung anzuhalten.
(3) Missachtet eine Zuhörerin die Ermahnung der Vorsteherin, so kann diese sie des Saales verweisen.
(4) Die Vorsteherin kann den Zuhörerraum wegen störender Unruhe räumen lassen.
Auch: § 58 Maßnahmen bei störender Unruhe
(1) Die Vorsteherin kann die Tagung unterbrechen oder ganz aufheben, wenn in der Tagung störende Unruhe entsteht. Kann sie sich kein Gehör verschaffen, so verlässt sie den Vorstandstisch. Die Tagung ist dann für 30 Minuten unterbrochen, sofern die Vorsteherin keine kürzere Unterbrechung bestimmt.
(2) Kann sich die Vorsteherin auch nach Wiedereröffnung erneut kein Gehör verschaffen, so kündigt sie über die Lautsprecheranlage an, dass sie ihren Platz nun abermals verlässt und damit die Tagung beendet ist.
Auch könnte es Diskussionen darüer geben ob die mitgebrachten Transpartente mit hineingenpmmen werden dürfen (oder man sie anbringen darf..) z.B. am Zuschauer-Balkon oder als Decke über den Knien..
Die "Würde" des BVV darf/sollte nicht ingnoriert werden, sodas wir als akzeptable Gesprächspartner "im Boot" bleiben."
L.K., 06.12.09

"My opinion (since you asked for it). You're wasting your energy with this Weisensee crap. You're a good artist. You should do your art. I thought it was a terrific idea to get yourself a space somewhere as a studio and gallery for yourself, Paul Woods. Screw Wallywoods."
Ken Shakin, 04.12.09

"Hi Paul,
Here comes the complete translation of the stupid letter from DIE LINKE. I hope you find a way to take advantage of this nonsense! Best regards,"
Iris, 04.12.09

"Dear Mr.Woods,
Thank you for your letter of December 1st. You addressed the district councillor Christine Keil and demanded the continuation of the temporary-use of Wallywoods at the former Kreiskulturhaus Peter Edel. We assume that Frau Keil will comment upon your request personally; thus we have sent your letter to the councillor's office. However, we would like to tell you something beforehand from our (DIE LINKE) point of view. Of course you are right if you say, it is generally wrong to close down cultural institutions or cancel cultural projects. As DIE LINKE in Pankow it is among our political aims to maintain cultural activities. This was proven lately by the battle fought by our councillor for Cultural Affairs, Michail Nelken, who has persistently and successfully rejected the savings plan of more than 1.2 million euros this year. Among other things, he has contributed to avert the closure of libraries, the further reduction of music teachers, as well as the expulsion of artists from the cultural area around Thälmannpark. In spite of these aims we are unfortunately not always able to prevent the necessity of cuts in the cultural landscape. Due to the saving guidelines, the district has not been able to continue running the Kulturhaus Peter Edel with communal responsibility for some years. Thus, the tender regarding the Kulturhaus. As temporary user, you or your association were given the possibility to develop cultural activities at the Kulturhaus. It was important. Now the rental agreement has expired. Unfortunately, from a legal point of view, you have no further possibilty to stay on the premises. Of course, it may seem incomprehensible, why the association is not allowed to take further advantage of the premises until the tendering procedure has ended, and also why this procedure takes so long. There remain two things to be said: on the one hand, the district has to pay a lot of running costs, even with this temporary-use. In consideration of the strained budgetary situation, it is a problem which forces the auditing authority and the senate department of finances, keep an eye on the district. Also, the district must mind economic efficiency in regards to its real estate. On the other hand, we are not able to inform you in detail about the duration of the tendering procedure. Not because we do not want to, but because, regrettably, the acknowledgement of details concerning the current state of negotiations, is justifiable. That way, the procedure could possibly be repeated, and thus the further use of the Kulturhaus could be delayed again. We are sure that this reply will not content you. However, we hope that you understand our point of view."
Sandra Brunner (assistant to the municipal management, DIE LINKE Pankow) 04.12.09

"I've read the letters. The so called "democratic process" you're obviously involved in has always been a book with 7 seals to me since the wall came down. It seems obvious that local politics is shackled by the funding crisis that's been going on for years. That is what it comes down to, for any party, whether Die Linke or the fucking CDU. As you mentioned, you want to pay the costs yourself. You should stress that point so that they can't really refuse your staying there for the time being. After all, it's still better for the building than being vacant. That should be a valid argument for now. So yeah, that said, you have my full support for what you're doing, and I'm impressed by your dedication to the cause. Needless to say, but I say it anyway: best wishes."
Teo, 04.12.09

"OK so you live for art - only make sure you don't die for it. The bureaucrats will shrug it off, your friends will move on to other things, the real losers will be your Mum and Dad."
Dad, 04.12.09

"Keep on rocking, Paul. Cheers,"
Kitty Solaris, 04.12.09

"Mein Kommentar:
A) Die Rohre durchzusägen war keine Präventiv-Maßnahme, sondern Vandalismus, um Euch zu vertreiben. Ein Klempner hätte einfach ein paar Schraubverbindungen gelöst.
B) Heizung ist teuer, aber die Allgemeinkosten Strom, Wasser, Abwasser und Müllabfuhr könntest sogar Du wahrscheinlich zahlen. Aufgrund des Mietvertrags hast du ein Recht darauf, die Abrechnungen einzusehen.
Falls es ohne Heizung wirklich zu kalt wird, komm nach Mexiko oder Äthiopien. Viel Glück,"
Harry B., 04.12.09

"no paul... i cannot visit u... i made the way millions of times... and pleaaase believe me... i also have my own complex situations and have to work work work now (..) sorry, but paul... refering to the kulturhaus: isn't everyone responsible for his situation... why don't u have food and money? why are u sitting there in the cold? u are an artist! and if u are passionate... and u are... its also possible to make money with your visions and to be authentic at the same time... stop crying... pleeeeeeeeaaaaaaaaaaaaseeeeeeee... don't think now... what a bitch... its only honestly meant... because i like u and believe in u... but maybe just realize that the times of the kulturhaus (as it was) are over... fix new standards!! think new!!! invent yourself new! love and power,"
Josephine, 04.12.09

"Dear Rusty,
I have decided to finally do something we've been joshing about for months, if not years. i.e. found a political party - called something like The Art Party. I would like to discuss this with you in person, if ever you are near the area. ExBerliner are the ideal megaphone for my new project Paradox Berlin, which will carry this and other (..) endevours. Paradox Paul now writes letters using the technique, passive-agression. But I need an external voice because I have so many internal challenges to solve (..) I'm going to start donating our best works to politicians and burocrats; quality and theme dependant on their attitute towards Cecile and I personally."
Woods, 04.12.09

"daran kann man sehen, dass Die LINKE keine revolutionäre Kraft, sondern nur ein Beisspiel für das übliche Politikertum in Deutschland ist. Viel Schreiberei und keine Ergebnisse oder Entscheidungen."
M.M., 04.12.09

"Sehr geehrte Herr Woods,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 01. Dezember. Sie wenden sich darin an die Bezirksstadträtin Christine Keil und fordern die Aufrechterhaltung der Zwischennutzung von Wallywoods im ehem. Kreiskulturhaus Peter Edel. Wir gehen davon aus, dass Frau Keil selbst noch einmal zu Ihrem Anliegen Stellung nehmen wird, und haben Ihr Schreiben an das Büro der stadträtin weitergeleitet, möchten aber aus unserer Sicht, aus Sicht der Partei DIE LINKE Pankow, auch noch etwas sagen.
Sicher haben Sie Recht, wenn Sie schreiben, dass es grundsätzlich falsch ist, Kulturhäuser zu schließen bzw. Kulturangebote zu streichen. Als LINKE in Pankow gehört es zu unseren politischen Zielsetzungen, kulturelle Angebote zu erhalten. Das hat nicht zuletzt der Kampf unseres Kultustadtrates Michail Nelken gezeigt, der sich in diesem Jahr beharrlich und erfolgreich den Einsparvorgaben von mehr als 1,2 Millionen Euro verweigerte und so u.a. dazu beitrug, dass Bibliotheksschließungen, den Abbau weiterer Musikschullehrer oder auch die Verdrängung der Künstlerinnen und Künstler aus dem Kulturareal Thälmannpark zu verhindern.
Leider können wir trotz dieser Ziele nicht immer verhindern, dass Einschnitte in der Kulturlandschaft nötig sind. Aufgrund der Sparvorgaben war es dem Bezirk schon vor Jahren nicht möglich, dass Kulturhaus Peter Edel in kommunaler Verantwortung weiter zu betreiben. Deshalb die Ausschreibung des Kulturhauses. Als Zwischennutzer wurde u.a. Ihnen bzw. Ihrem Verein die Möglichkeit gegeben, ihre kulturellen Angebote im Kulturhaus zu entwickeln. Das war wichtig. Nunmehr läuft der Mietvertrag aus. Von einem rechtlichen Standpunkt aus gesehen haben Sie leider nicht mehr die Möglichkeit, länger in den Räumlichkeiten zu verbleiben.
Sicher mag es unverständlich erscheinen, warum nicht zum einen bis zum Abschluss des Bieterverfahrens der Verein die Räumlichkeiten weiter nutzen darf und zum anderen warum das Bieterverfahren so lange dauert. Dazu bleiben zwei Dinge zu sagen: Zum eine muss der Bezirk auch bei einer Zwischennutzung eine Menge an Betriebskosten zahlen. Das ist bei einer angespannten Haushaltslage, bei der auch immer der Rechnungshof und die Senatsverwaltung für Finanzen ein kritisches Auge auf den Bezirk haben, problematisch. Insofern muss leider auch der Bezirk auf die Wirtschaftlichkeit bei dem Betrieb seiner Immobilien achten. Zum anderen können wir zur Dauer des Bieterverfahrens nichts genaues mitteilen. Nicht, weil wir nicht wöllten, sondern weil das bekanntwerden von Details des derzeitigen Verhandlungsstandes leider auch justiziabel ist. So dass am Ende mglw. das Verfahren wiederholt und somit die Weiternutzung des Kulturhauses nochmal verzögert würde.
Wir wissen, dass Sie diese Antworten nicht zufrieden stellen dürften, hoffen, Sie haben aber auch Verständnis für unsere Sicht auf die Dinge. Mit freundlichen Grüßen,"
Sandra Brunner, 04.12.09
(Stellvertretende Bezirksvorsitzende. Volljuristin und Mitarbeiterin im Büro Dr. Petra Sitte, MdB forschungs- und technologiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag. Jahrgang 1975, geboren in Neuruppin, aufgewachsen und Schulbesuch in Prenzlauer Berg. 1995 Abitur, Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Potsdam. Tätigkeiten beim Nationalen Ethikrat sowie als Referentin für Innovationspolitik in der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag. Mitgliedschaften: Volkssolidarität, VERDI, Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi e.V.), Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bildungswerk für Politik und Kultur e.V., Deutscher Alpenverein, Alpinclub Berlin. Kandidatin für die Bezirksverordnetenversammlung Pankow. Hobbies: Skitouren, Klettern, Mountainbiking..)

"Sehr geehrte Frau Keil (Bezirksamt Pankow),
ich bedaure Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich Ihrer Forderung nach der Rückgabe der Schlüssel des Kulturhauses Weißensees momentan nicht nachkommen kann. Ich fühle mich gezwungen, diese unter den gegebenen Umständen weiterhin in meiner Obhut zu behalten. Aus diesem Grund strebe ich hiermit eine Vertragsverlängerung – jedoch unter veränderten Konditionen – an.
Diese Entwicklung hätte mehrfach verhindert werden können, hätte Ihr Büro eine Bereitschaft zu Verhandlungen oder auch nur zum Informationsaustausch signalisiert. Jedoch hat die erneute Verweigerung eines offenen Gesprächs zum wiederholten Mal zu Komplikationen geführt…
Vor diesem Hintergrund hat die kulturelle Gemeinschaft in Weißensee beschlossen, einen erneuten „Runden Tisch“ einzuberufen, um über die kurz-, mittel- und langfristige Zukunft des Kulturhauses Weißensees zu beraten. Ich möchte Ihnen hiermit die Gelegenheit geben, an diesem Gespräch zu partizipieren und einen Terminvorschlag zu unterbreiten. Dies würde nicht länger als ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit in Anspruch nehmen und könnte etwas mehr Transparenz in das momentane Chaos bringen – und zu guter Letzt auch die Gemüter der aufgebrachten Anhänger des Kulturhauses, einer breiten Mehrheit der Bürger Weißensees, beruhigen. Sofern es Ihnen möglich ist, ist für ein konstruktives Gespräch ein Termin innerhalb der nächsten 10 Tage angedacht.
Die Einrichtung des „Runden Tisches“ soll ins Leben gerufen werden, um die vielschichtigen Probleme, mit denen das Bezirksamt seit der Übernahme des historischen Gebäudes von dem Kulturamt Pankow vor zwei Jahren zu kämpfen hat, transparent zu machen, zu erörtern und Lösungsansätze zu finden. So hat das Kulturamt de facto über Jahre hinweg enorme Summen an Geld verschwendet, indem es an überkommenen Organisationssystemen festgehalten hat, anstatt sich den Neuerungen der modernen Welt in einer ihrer modernsten und lebendigsten Hauptstädte überhaupt anzupassen. Diese Entwicklung wurde sogar persönlich von Ihnen bedauert, als Sie mir mitteilten, sie beurteilten als „Fehlentscheidung“, dass das Kulturamt die volle Verantwortung des Kulturhauses dem Bezirksamt Pankow übergab, und bedauerten, dass „Weißensee kein Kulturhaus mehr habe“. Dieser mitfühlenden Aussage lässt sich jedoch widersprechen, da Weißensee durchaus im Besitz eines Kulturhauses ist – sogar komplett ausgestattet und vollkommen funktionstüchtig – dessen weitere Nutzung sich geradezu aufdrängt. Dies wäre die logische Alternative zu einer sofortigen Räumung des Kulturhauses, die zwangsläufig ein Leerstehen auf unbestimmte Zeit und unmittelbar damit verbunden ebenso den langsamen Verfall der Baustubstanz nach sich ziehen würde – unnötig zu erwähnen, dass dies ein sehr unwürdiges Ende für ein festes Element in 64 Jahren Ost-Berliner Kulturgeschichte darstellen würde.
Leider setzte sich das Fehlmanagement kontinuierlich bis zum heutigen Tage fort. Um nur ein Beispiel von höchster Aktualität zu nennen: Als Begründung für die Aufforderung zur unmittelbaren Räumung des Kulturhauses wurde mir mitgeteilt, dass es unökonomisch sei, das komplette Gebäude allein für Wallywoods Nutzung der unteren Etage zu heizen. Dennoch erschien es in vorherigen Jahren, in denen Wallywoods Vertrag gesichert war, nicht „unökonomisch“, das ansonsten leere und ungenutzte Haus weit mehr als ein Jahr komplett zu beheizen. Vor diesem Hintergrund scheint die Vermutung naheliegend, dass hier nicht die Vermeidung von Ressourcen-Vergeudung das eigentliche Argument ist, sondern vielmehr andere Interessen eine Rolle bei dieser Entscheidung spielen. Eine der einfachsten Methoden einer Heizkostenreduzierung - vorgeschlagen von unserem Partnerprojekt Kulturgut - wäre gewesen, die Heizungsrohre mit Dämmmaterial zu isolieren, anstatt sämtliche Rohre durchzusägen. In jedem privat-wirtschaftlichen Betrieb hätten solche Entscheidungen zu einer sehr kritischen Einschätzung persönlicher Kompetenz geführt.
Inzwischen haben diverse engagierte Parteien die vielfachen kreativen wie finanziellen Optionen einer weiterführenden Zwischennutzung von Teilen des Gebäudes wie auch des gesamten Gebäudes diskutiert, die bis zum Beginn der endgültigen Renovierungsarbeiten – ob diese nun zum Beginn des nächsten Jahres, im darauffolgenden Jahr oder auch zu einem noch späteren Zeitpunkt einsetzen – durchgeführt werden könnte. Ein derartiges Konzept der Zwischennutzung wird von diversen Gruppen und Interessenverbänden tatkräftig unterstützt – unter anderem von der Schauspielschule, GSE, Megaspree, Wallywoods, Möbelfabrik, RAW-Tempel, Tacheles, SO36, Schokoladen-Mitte, Kulturpalast Wedding International, Berliner Rock- und Pop-Archiv e.V., Kulturgut, KuBiZ, FWL-Crew, 6D-Projekt, sowie von weiteren lokalen und politischen Gruppierungen und Individuen, von besorgten Nachbarn und schließlich von tausenden Künstlern, Perfomern und Autoren (Kontaktadressen können bei Wunsch jeder Zeit angegeben werden).
Um eine effektive weitere Zwischennutzung des Gebäudes zu gewährleisten, bedürfen folgende Punkte einer dringenden Klärung:
Damit das (fast) leere Gebäude nicht der immanenten Gefahr des Vandalismus ausgesetzt wird – oder um diese zumindest weitmöglichst zu reduzieren – hat mich der verantwortliche Hauswart informiert, dass er die Elektrizität für einige weitere Wochen angeschaltet lassen wird, zumindest um eine weitere Zerstörung der Infrakstruktur, gemäß Ihren Anordnungen durchzuführen.
Sollten wir, Marie Cecile Lutta und ich (wir sind die Hauptakteure des Wallywoods), die Renovierung der Wallywoods-Räume für den späteren Nutzer des Gebäudes angemessen abschließen können, ist eine zumindest kurzzeitige weitere Versorgung mit Elektrizität unerlässlich.
Die kontinuierlich fortschreitende Zerstörung der Infrastruktur des Gebäudes durch den Abbau diverser essentieller Elemente macht eine effektive Nutzung des Hauses momentan kaum mehr möglich. Aber immerhin möglich!
Auch unter den gegeben Umständen der Räumung brauchen wir den Zeitraum des Monats Dezembers, um unsere Ausstellungsobjekte, Kunstwerke und Materialien sicher an anderen Orten unterbringen zu können.
Sie haben bereits den Hausverwalter angewiesen, sämtliche Wasserleitungen im Gebäude durchzusägen, um das Gebäude angeblich frostsicher zu machen, und damit eine funktionstüchtige Heizungsanlage zerstört, ohne dass überhaupt ein Termin für eine Renovierung in Planung ist. Ich möchte dies in den Räumen, die wir nutzen, dringlichst vermeiden und bitte Sie, unmittelbar mit dieser Zerstörung der Infrastruktur aufzuhören. Sie haben bereits solch großen Schaden angerichtet, dass ein Weihnachts- oder Neujahrsprogramm im Jazz Saal und im Großen Saal fast unmöglich geworden ist. Aber es wäre immerhin noch möglich!
Welche fachliche Qualifikation erlaubt es Ihnen, solch destruktive Maßnahmen einzuleiten?
Eine Untersuchung Ihres „professionellen“ Umgangs mit dem einzigen Kulturhaus Weißensees betrachten wir als mehr als angemessen.
Wir fordern die Ermöglichung einer Besichtigung an einem oder mehreren Terminen, damit kompetente professionelle Interessierte, sowie die Öffentlichkeit, die Gelegenheit einer fachlich ausgewogenen Einschätzung der Vorteile und technischen Herausforderungen, die das zu diesem Zeitpunkt existierende Gebäude bietet, bekommen.
Sollten Sie sich, aus welchen Gründen auch immer, dieser Forderung verweigern, sehen wir uns gezwungen, weitere gerichtliche Schritte einzuleiten, um Sie möglichst von Ihrem Verantwortungsbereich zu befreien, den Sie so lange vernachlässigt haben.
Sehr geehrte Frau Keil, Ihrer Webseite lässt sich entnehmen, dass Sie parteipolitisch an die Linke gebunden sind, die sich gerade in den ostberliner Bezirken enormer Wählerunterstützung erfreut. Wie lässt sich diese kulturpolitischen Entscheidungen, die von der breiten Bevölkerung Weißensees nicht getragen wird, mit dem Wählervertrauen vereinbaren? Decken Ihre aktuellen Parteigenossen die dargestellten Entscheidungen, für die Sie verantwortlich sind? Wir halten eine Hinterfragung dieser Dinge für dringend notwendig und hoffen, Sie können für breite Aufklärung sorgen!
Hochachtungsvoll,"
Paul Woods (Kulturhaus Weissensee, Berlin) 01.12.09

"Sehr geehrter (Megaspree),
ich muss noch einmal wiederholen, dass die Räume im ehemaligen Kulturhaus „Peter Edel“ für Ihre geplante Veranstaltung nicht zur Verfügung stehen. Zu Ihrem Anliegen:
Das Bezirksamt Pankow von Berlin befindet sich in Verhandlungen zu einem Erbbaurechtsvertrag zur Immobilie „Peter Edel“ mit dem Ziel eines schnellstmöglichen Abschlusses und nicht in Verhandlungen zu einem „Zwischen“-Nutzungskonzept und Mietvertrag. Das Bezirksamt erfüllt damit auch den Auftrag aus der Bezirksverordnetenversammlung zur Zukunft des Kulturstandortes. Insofern sehe ich hier auch keinen Spielraum, Konzepte für das Haus mit Interessenten zu beraten. Das Bezirksamt hat einen Verhandlungspartner, hervorgegangen aus einem Interessenbekundungsverfahren. Darüber hinaus stehe ich auch aus terminlichen Gründen am 27.11.2009 nicht für Gespräche zur Verfügung. Ich bin in anderen Beratungen gebunden."
Frau Keil (Bezirksstadträtin) 25(?).11.09

"Sehr geehrter (Megaspree),
die Räumlichkeiten im „Peter Edel“ stehen für keinerlei Veranstaltungen mehr zur Verfügung, auch nicht für einen Runden Tisch. Das Haus wurde wie angekündigt winterfest gemacht. Bis zum 1.12.2009 läuft, als Entgegenkommen, die Frist zur vollständigen Beräumung der Wollywoods-Räume. Ich erwarte, dass sich Herr Paul Woods an die auch von ihm unterzeichnete Vereinbarung hält."
Frau Keil (Bezirksstadträtin) 23.11.09

"Sehr geehrte Frau Keil,
ich möchte Sie über eine Einladung zum Runden Tisch bzgl. der Zukunft der der (ehemal.) Wallywoods-Räume und des Kulturstandorts Peter Edel informieren. Derzeit befinden wir uns noch in Abstimmungsverfahren mit der berliner schule für schauspiel (schon zugesagt) und der GSE. Der Termin ist der 27.11., 15 Uhr, anvisiert im Kulturhaus Peter Edel. Da das Wochenende vor der Tür steht, wollte ich Sie schon jetzt über den Termin ins Bild setzen, damit Sie ihn reservieren können. Der förmliche Einladungstext wird Ihnen in abgestimmter Version leider erst Anfang nächster Woche zugesandt. Ich bitte dahingehend um Verständnis. In diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf hinweisen, dass mit den ehemal. Wallywoods-Räumen ein angemessener Ort für Gespräche zur Verfügung stünden und Sie ausdrücklich bitten, zu veranlassen, dass die Handwerker nicht vor dem 27. mit den Arbeiten beginnen. So können solange noch die sanitären Einrichtungen benutzt und auch der ein oder andere Kaffee oder Tee gebrüht werden. Ihnen sollte bekannt sein, dass sich die Akteure in Kommunikation bzgl. weiterer Zwischennutzungsmöglichkeiten und der Organisation eines entsprechenden Gesprächsprozesses befinden. Das ist viel wert für den Bezirk und kann einen großen Gewinn darstellen. Insofern wäre es mehr als bedauerlich, wenn wegen unnötig zügiger Handwerkerarbeiten vorschnell zusätzliche Hürden eingebaut würden. Es bestehen zudem gute Aussichten, evtl. ganz auf die Stilllegung der Versorgung verzichten zu können. Es kann sich somit auch finanziell für das Bezirksamt bezahlt machen, wenn Sie die Handwerker zumindest vorerst wieder nach Hause schicken oder zumindest fließend Wasser noch einige Tage zu genehmigen. Sie können mich auch heute den ganzen Tag erreichen unter (..)"
P.M.R. (Megaspree) 20.11.09

"Pressemitteilung
Zwischennutzung im Kulturhaus Weißensee ist ein Muss
berliner schule für schauspiel unterstützt die Bemühungen der Galerie Wallywoods
Die Erbaurechtsverhandlung, die die berliner schule für schauspiel und ihre Partner mit dem Bezirksamt Pankow zur Übernahme des Kulturhauses in Weißensee führen, gehen bald ins zweite Jahr. Der Beschluss, die Verhandlungen zu führen, datiert vom Dezember 2007. Diese Zeitverzögerung lässt die Pläne, das schauspielHAUS „Die Möwe“ mit einem Theaterfestival im Frühjahr 2011 feierlich zu eröffnen, immer mehr in die Ferne rücken. Das ehrgeizige Ziel, mit der Sanierung des Kulturhauses einen kulturellen Standort in Weißensee zu erhalten und keinen Leer- und Stillstand zuzulassen, scheint ernsthaft gefährdet.
Die berliner schule für schauspiel hatte noch im April 2009 zu einem Ortstermin nach Weißensee eingeladen und versichert, dass das Kulturhaus bis zum Baubeginn nicht leer stehen wird. Denn dieses Ansinnen war ein wichtiger Teil des Sanierungs- und Nutzungskonzeptes, das auch die Bezirksverordneten von Pankow überzeugt hatte. Von einer Zwischennutzung profitieren nicht nur die Nutzer, die ihre künstlerischen Ideen temporär verwirklichen können, sondern auch der Bezirk Pankow als Eigentümer, denn Leerstand ist immer eine Aufforderung zu Vandalismus.
Die berliner schule für schauspiel hatte seit Januar 2008 nicht nur die Räume im Kulturhaus temporär selbst genutzt und einige ihrer Aktivitäten nach Weißensee verlagert, sondern sie hat sich gegenüber dem Bezirk Pankow auch immer für die Fortführung der traditionsreichen Veranstaltungen ausgesprochen, wie die Weihnachtsrevue der Tanzwerkstatt „No Limit“ oder den Tanztee für Senioren. Nun aber will der Bezirk Pankow wegen der anfallenden Betriebskosten das Kulturhaus komplett schließen. Weder wurde „No Limit“ im September die Nutzung des großen Saals für das Kinderprogramm im Dezember zugesichert, noch der Mietvertrag der Galerie Wallywoods im rechten Seitenflügel des Hauses verlängert.
Der Künstler Paul Woods hat im Gegenzug zu den Schließungsabsichten des Bezirkes Pankow vorgeschlagen, das Kulturhaus vom 01.12.2009 bis zum Baubeginn anzumieten und die Betriebskosten in Höhe von 4.000 Euro monatlich zu übernehmen. Doch der Bezirk hat abgelehnt. Aber Zwischennutzung im Kulturhaus Weißensee ist ein MUSS, wenn die Zukunft des kulturellen Standorts ehrlich gewollt ist.
Die berliner schule für schauspiel ist fassungslos über das frostige Vorgehen im Bezirk Pankow. Sie unterstützt daher den Aufruf RETTET PETER EDEL von Paul Woods, am Dienstag, den 3. November 2009, um 11.00 Uhr in der Berliner Allee 123 - 125. Der vollständige Aufruf ist unter http://www.wallywoods.com/ zu finden."
berliner schule für schauspiel, 30.10.09

"Lieber Herr Ströbele (Die Grünen),
Ich bin Paul Woods von dem unabhängigen Kunst-Projekt 'Galerie Wallywoods', seit 2 Jahren zu hause in dem ehem. Kulturhaus Peter Edel in Weißensee. Am Ende Oktober müssen wir, als das letzte kulturelle Zwischennutzungs-Projekt in dem Gebäude, endgültig raus, und das Kulturhaus wird 'kalt gelegt', scheinbar um Riesen Kosten zu vermeiden. Auf diesen Moment haben wir lange erwartet - aber trotzdem ist das eine Schock. Dafür habe ich, mit viel Interesse und moralische Unterstützung aus der Gegend, sowie von Freunden in ganz Berlin, ein Plan formuliert, um das gesamte Kulturhaus weiter zu nutzen bis zur Übergabe an die evtl. neue Besitzer; z.B., auf Monatliche Basis ab 1.Dezember zu mieten und zu betreiben, mit Schwerpunkt auf ein vielfältiges Programm welches auch die Weihnachten/Silvester Feiertage umfasst. Dieses Konzept ist gestern bei dem Bezirksamt Pankow eingetragen, und heute, per Telefon, sofort abgesagt - ohne die kleinste Klarheit wegen Begründungen. (Anbei) ist das Konzept, das leider wegen über-Burocracy am Geburt scheinbar gestorben ist. Andere Möglichkeiten gibt es noch - aber ohne höheren Einfluss, nicht viele. Viele Leute würden das Gebäude gern besetzen. Das ist aber nicht unbedingt meine Ding. Aber ich bin - WIR SIND - sehr aufgeregt! Können sie uns überhaupt helfen, Herr Ströbele? Mit vielen Hoffnungen,"
Woods, 21.10.09 (keine Antwort)

(Telefongespräch)
[Bezirksamt Pankow] Herr Woods, ich kann Sie schon sagen, das es nicht gehen wird. Die Betriebskosten des Hauses gehen weit über 4000 Euro, mit Personal und so weiter..
[Woods] Wir haben aber selbst die 'Personal'. Ich habe gehört das Strom & Wasser sind 4000,- € monatlich.
[Bezirksamt Pankow] Das stimmt weit nicht. Woher haben Sie diese Summe?
[Woods] Wenn es nicht stimmt, können Sie mir bitte sagen, was die eigentlichen Kosten sind?
[Bezirksamt Pankow] Nein, Herr Woods, das werden wir nicht. Und, was sie schon wissen, sind wir kurz vor Abschluss des Vertrages mit denn neue Betreiber.
[Woods] Aber sie waren seit 2 Jahren 'kurz vor Abschluss..' Ich möchte genau wissen, bitte, wieso das Haus nicht benutzt werden kann, bevor es die evtl. Eigentümer brauchten?
[Bezirksamt Pankow] Herr Woods, es geht nicht. Wir wollen das nicht.
[Woods] "Wir wollen das nicht?" Ist das direkt von Frau Keil?
[Bezirksamt Pankow] (Bestätigt)
[Woods] Ich akzeptiere es nicht. Ich werde Widerspruch geben..
[Bezirksamt Pankow] Auf wiedersehen Herr Woods.
[Woods] Auf wiedersehen.
21.10.09

"Lieber (Besirksamt Pankow),

Im Folgenden möchte ich mein Konzept für den weiteren Nutzen des ehem. Kulturhauses Peter Edel darstellen und hoffe auf Ihre Kenntnisnahme. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie die Informationen so bald wie möglich an Frau Keil weitergeben könnten.

Der bislang gültige Vertrag zwischen der Galerie Wallywoods im Kulturhaus Weißensee und dem Bezirksamt Pankow wird am 31.Oktober 2009 auslaufen. Das Projekt Wallywoods war sowohl für die Stadtteilkultur, den gesamten Bezirk wie auch für mich persönlich eine außerordentlich produktive und erfolgreiche Erfahrung. Ermutigend war insbesondere das direkte Engagement lokaler und regionaler Künstler und Kunstschaffender, die sich auf diverse Weise aktiv an dem Projekt beteiligten.

Vor diesem Hintergrund ist das lokale wie regionale Interesse an der näheren Zukunft des Kulturhauses nur allzu verständlich. Im Laufe der vergangenen zwei Jahre wurde aus verschiedensten Richtungen die Hoffnung geäußert, dass das Projekt so lange wie möglich den ansonsten eher kulturarmen Raum Weißensee bereichern möge. Dieses außerordentliche Interesse und die lokale Unterstützung veranlasst mich zu der Überlegung, meine Fähigkeiten als Künstler und Projektmanager weiterhin -- für einen befristeten Zeitraum vor meinem Rückzug aus Weißensee -- anzubieten. Dies ließe sich durch die weitere Anmietung und Nutzung des gesamten Kulturhauses ab dem 01.12.2009 realisieren -- Betriebskosten bis zu 4000 Euro würden monatlich von Paul Woods und Projektpartnern gedeckt.

Konkret beinhaltet mein Angebot, dass ich den Zeitraum von November bis Dezember für das Eventmanagement der nachfolgenden Monate nutzen werde, wobei die bislang geltende Miete in Höhe von 450 Euro an den Bezirk selbstverständlich gedeckt werden würde -- auch wenn für diesen Monat nicht die gesamten Räumlichkeiten des Kulturhauses, sondern nur die ehemaligen Wallywoods-Räume genutzt werden müssten. Ab Programmbeginn im Dezember werde ich (finanziert aus Projekteinnahmen - s.u. ) die Betriebskosten von bis zu 4000 Euro monatlich für das gesamte Gebäude tragen. Ich sage ferner zu, mich darum zu bemühen, seitens anderer Partner einen Beitrag zur verbleibenden Finanzierungslücke im November einzuwerben. Sollte dies nicht ausreichend realisierbar sein, werde ich die für November ausstehenden Kosten in kommenden Monaten selbstverständlich nachtragen und persönlich dafür haften. Insbesondere der Dezember und Januar mit den anstehenden Feiertagen garantieren ein großes Eventpotential und damit eine sichere Finanzierungsquelle, die den regulären Einnahmedurchschnitt überschreiten, und damit eventuelle vorherige Finanzierungsdefizite decken können.

Unterstützt durch die Kooperationen mit zahlreichen weiteren Kulturprojekten und unzähligen deutschen wie internationalen Künstlern (Musikern, Autoren, Performern, Tänzern etc.), mit denen Wallywoods in den mehr als fünf Jahren seiner Existenz enge kreative und bereichernde Verbindungen geschlossen hat, wird es problemlos gelingen, die bereits existierenden Gegebenheiten des gesamten Gebäudes durch ein abwechslungsreiches Programm an Workshops, Ausstellungen, Seminaren und Festivals zu bereichern. Dieses ist jedoch nur unter der Bedingung realisierbar, dass die Räumlichkeiten des Kulturhauses weiterhin zur Verfügung stehen werden.

Dieses Konzept stellt eine ideale Mischung aller vorheriger Nutzungsansätze des Kulturhauses dar: Es vereinbart die Avant-Garde-Künstler-Gemeinschaft Wallywoods mit dem "Generationshauses" ebenso wie die traditionell gegebene lokale Infrastruktur mit den neusten Konzepten der aktuellen Nachbarschaft (beispielhaft dargestellt in der unteren Auflistung). Die hier anvisierte Nutzung würde garantieren, dass erstens das ansonsten leere und dem Verfall ausgesetzte Gebäude vor der offiziellen Übergabe an die neuen Nutzer weiterhin aktiv genutzt, geheizt und versorgt würde. Zum Zweiten, dass das Bezirksamt die ansonsten ab November ausfallenden monatlichen Kosten decken könnte, und zum Dritten schließlich, dass das kulturelle Leben in Weißensee so lang wie möglich vor dem Baubeginn im Laufe des Jahres 2010 aufrecht erhalten werden würde -- ein Konzept, von dem nicht nur der Stadtteil Weißensee, sondern ebenso der gesamte Bezirk Pankow, und schließlich das kulturelle Leben der Stadt Berlin als solcher bereichert werden würde.

Das Konzept zur weiteren Nutzung des Kulturhauses Weißensee im Einzelnen dargestellt:

Verteilung der Räumlichkeiten / jedes in Kooperation mit einem Team-leader

Konzerthalle (Programm und Workshops)
Jazzhalle (Programm und Workshops)
2 Galerien (einmal pro Woche eine Vernissage)
Büroetage: Büronutzung (Organisation der Seminare und Workshops)
Umweltbüro (Kinder-, Familien-Workshops)
Kellernutzung: Arbeitsräume, Workshops, Proberäume für Bands)

Wöchentliches Programm Schwerpunkte / großer Saal

Montags: Film
Dienstags: Kunst & Performance
Mittwochs: Kinder & Jugend
Donnerstags: Jazz
Freitags: Ballhaus
Samstags: Bands & Djs
Sonntags: generationsübergreifende kreative Teestunde

Workshops

Offset-Druckerei / Computer / Diverse Musikinstrumente / Aktzeichnen /Theater / Puppentheater / Kinder-/Familienangebote / Schlagzeug / Experimentelle Musik / Tanzen / Meditation / Keramikarbeiten / Astrologie / Fahrrad-Workshop / Berlin Big Chairs / Das Kaputte Klavierorchester / Fashion-/T-Shirt-Drucken / Hausaufgaben-Nachhilfe (Mathe, Physik, Englisch) / Bücherei / Kreatives Schreiben / Fotographie/Dunkelkammer

Weitere Nutzung:

"Eine kleine Armee von Praktikanten und Freiwilligen!"
Vermietung von Räumlichkeiten für private Veranstaltungen (Geburtstage, Hochzeiten, Kinderfeiern etc.)
Untervermietung von Räumlichkeiten für gewerbliche Zwecke (Tv, Film, Musikvideos etc.)
Wöchenendliche Kunst- und Flohmärkte (Terrasse, Foyer, großer Saal)
Café ("Kaffee, Kuchen und Kunst!")
Bar (großer Saal, Jazz Saal, Vernissagen)
Kiez-Kiosk (Lokaler Shop für Zeitungen, ökologische Lebensmittel etc.)

Mit freundlichen Grüßen,"
Woods, 17.10.09

"Sehr geehrter Frau Krohn (Bezirksamt Pankow),
ich hätte mich gefreut, Sie heute Morgen in der Galerie zu sehen, aber leider war keiner vom Bezirksamt da. Ich wollte mit Ihnen persönlich über den Termin im Oktober bezüglich der Schlüsselübergabe reden. Unter Wahrung der Frist melde ich hiermit an, nicht mit ihren Vorschlag über eine Schlüsselübergabe zum 19.10.09 einverstanden zu sein (..) Ich wiederhole, so wie ich Sie telefonisch im letzten Monat verstanden habe, sollte es möglich sein bis Ende Oktober in diesen Räumen zu bleiben. Leider haben Sie uns in den letzten 2 Jahren nicht besucht, daher hatte ich gehofft Sie Heute zu sehen um Ihnen zu zeigen warum ich zum 18.10.09 noch nicht Ausziehen kann und über Möglichkeiten zu reden. Am Dienstag 22 September, ab 15:00 Uhr, gibt es in der Galerie ein Kontaktgespräch mit verschiedenen Institutionen, u.a. Förderverein Kulturhaus Weissensee, Kulturgut IG. Das wäre zum Beispiel eine gute Möglichkeit nochmals zusammen zu kommen und ich lade Sie hiermit herzlichst ein.
Woods, 18.09.09

"Sehr geehrter Herr Woods,
am 18.09.09 findet um 9.00 Uhr eine Begehung durch den potentiellen Erbbaunehmer im gesamten Objekt Berlinder Allee 123 -125 statt. Ich bitte Sie dafür Sorge zu tragen, dass auch Zutritt zu den von Ihnen gemieteten Räumen ermöglicht wird. Sollte Sie diesen Termin nicht absichern können, informieren Sie mich bitte rechtzeitig, in diesem Fall wird uns unser Hausmeister die Räumlichkeiten öffnen. Weiterhin ist mir aufgefallen, ich hatte Ihnen dies schon einmal untersagt, dass ununterbrochen eine Beleuchtung in den Räumen vorhanden ist. Ich bitte Sie nochmals diese aus Gründen der Brandsicherheit und auch der Energiekosten abzustellen. Das Plakat in Ihrem Fenster bezogen auf einen Aufruf zur Demonstration ist s o f o r t zu entfernen. Derartige Werbung ist in öffentlichen Gebäuden untersagt! Desweiteren weise ich vorsorglich schon heute darauf hin, dass der Sperrmüll im Unterstand auf dem Hof zu entsorgen ist."
Frau Krohn (Bezirksamt Pankow) 10.09.09

"Sehr geehrter Herr Woods,
aus Kostengründen wird die Heizung, wenn überhaupt, nur noch zur Frostsicherung betrieben. Das bedeutet, dass auch die Wasserversorgung abgestellt werden muss. Auch Ihre Räume können nicht mehr beheizt werden und es gibt keine Wasserversorgung mehr. Deshalb können wir den Nutzungszeitraum nur so wie angegeben gewähren."
Frau Krohn (Bezirksamt Pankow) 07.09.09

"Liebe Frau Krohn (Bezirksamt Pankow),
Leider bin ich nicht ganz einverstanden mit ihren Schreiben von 01.09.09. Nach unsere Telefongespräch im Juli habe ich verstanden, das eine Mietverlängerung gilt für September und Oktober 2009. Dafur war ich, und bin ich, dankbar. Aber ich nahm an, das bedeutet bis zum 31.10.09 (..) Falls nötig, werde ich sie sehr gern personalisch treffen, über Oktober zu sprechen, in der Galerie oder bei Sie."
Woods, 07.09.09

"Sehr geehrter Herr Woods,
Ich bitte Sie mich anzurufen um einen Termin für die Vorabnahme in der Berliner Allee 123 -125 zu vereinbaren. Gleichzeitig möchte ich nochmals freundlich an die letzte Miete erinnern. Sollten Sie mich telefonisch nicht erreichen, schlage ich den 18.08.09 um 14.00 Uhr vor. Ich bitte Sie, mir den Termin bis morgen zu bestätigen."
Frau Krohn (Bezirksamt Pankow) 13.08.09

"Sehr geehrter Herr Woods,
sofern sich Ihr Nutzungskonzept, wie es vertraglich vereinbart war nicht ändert, ist eine Veränderung im Vertrag nicht notwendig. Gegen eine reine Umbenennung der Galerie haben wir keine Einwände. Die Mietzeit können wir nicht mehr ändern, die Regelungen laut Nachtrag zum Mietvertrag vom 19.12.2007 bleiben bestehen. Voraussichtlich wird sich bezogen auf Ihren Vertrag bis Ende Juni jedoch keine Änderung ergeben. Ende März werden wir eventuell einen neuen Stand in den Verhandlungen mit den zukünftigen Erbbauberechtigten haben, sodass ihnen dann schon konkretere Zeiten bezogen auf Ihren Mietvertrag benannt werden können. Gern können Sie dann nochmals nachfragen."
Frau Krohn (Bezirksamt Pankow) 13(?).01.09

"Liebe Frau Krohn (Bezirksamt Pankow),
zuerst einmal wünsche ich ihnen ein gesundes und friedliches Jahr 2009. Um das Interesse der Mitbürger zu erhöhen, plane ich ab Februar 2009 den Namen der Galerie in „Studio Woods“ umzubenennen. Damit soll erreicht werden, das der Besucher nicht nur glaubt eine Ausstellung besuchen zu können, sondern, mit dieser Namensänderung soll zusätzlich darauf hingewiesen werden das der Besucher auch direkt bei der Schaffung neuer Werke zuzusehen und mitmachen kann. Dazu, wirkt das Wort-Spiel-Namen "Wallywoods" noch verwirrend, besonders hier im Weissensee Kiez. Können sie mir bitte sagen ob diese Änderung ohne weiteres möglich ist oder ob dazu eine Änderung im Vertrag vorgenommen werden muss? Eine weitere Frage die mir wichtig zu klären währe, ist die frage nach der möglichen Mietdauer. Nun habe ich gelesen, das wohl voraussichtlich die Renovierungsarbeiten erst im zweiten Teil diesen Jahres beginnen sollen. Eine Zusage können sie mir bestimmt nicht machen, aber wenn sie mir sagen könnten ob die Galerie über einen Zeitraum von etwa 3 Monaten planen kann?"
Woods, 12.01.09 (*Ich beschloss, den Namen Wallywoods zu behalten.)






Wallywoods Demo von das Kulturhaus bis Rathaus Weissensee, Berlin, 01.12.2009



MANIFESTO / ARTISTS / MARKET / PRESS / FILM / PHOTOGRAPHS 2004-2010 / BLOG / CONTACT
QUICK HISTORY OF WALLYWOODS AT KULTURHAUS WEISSENSEE 2007-2009 / FACEBOOK / P.P.P